FAQ

Häufige Fragen zu purux Wasserstoffperoxid

Wenn sich der Kanister mit Wasserstoffperoxid aufbläht, liegt das daran, dass das darin enthaltene Wasserstoffperoxid reagiert hat. Dabei sind Wasser und Sauerstoff / Ozon entstanden. Falls der Kanister noch original verschlossen ist, ist er wahrscheinlich beim Transport zu warm oder sehr kräftig druchgeschüttelt worden.

purux Wasserstoffperoxid wird ab 7% mit einem speziellen Entgasungverschluss ausgeliefert der den Innendruck entweichen lässt. Wir der Kanister beim Transport aber trotz Richtungspfeilen falsch transportiert und die Dichtung nass, dann ist die Funktion eingeschränkt.

Wasserstoffperoxid reagiert auch wenn Restprodukte in den Kanister zurück geschüttet werden und dadurch der Inhalt verunreinigt wurde. Deswegen nie Restmengen zurück in den Kanister schütten.

Wenn Sie den Kanister öffen, legen Sie bitte ein Handtuch über den Kanister und öffnen ihn ganz vorsichtig. Der Druck entweicht und der Kanister bekommt seine normale Form wieder. Sie können den Inhalt weiter benutzen, müssen aber beachten, dass eine geringere Menge Wasserstoffperoxid enthalten ist.
Bei dem Geruch handelt es sich um Ozon (O3), das neben Wasser und Sauerstoff beim Zersetzen von Wasserstoffperoxid entsteht.

Je nach Temperatur, Zersetzung und Luftdruck kann der Geruch stärker oder kaum merklich auftreten.

Der Geruch ist ein Qualitätsmerkmal, wenn man so will. Denn er bedeutet, dass das Produkt nicht zusätzlich stabilisiert wurde.
Wasserstoffperoxid wird nicht "schlecht" oder kann gar schimmeln. Es zersetzt sich bei korrekter Lagerung ungefähr mit 1% pro Jahr vom Restwert zu Wasser, Sauerstoff / Ozon.

Eine 3%ige Lösung wird in einem Jahr noch 2,7% haben, im zweiten noch 2,43 usw. Sie können es also bedenkenlos auch nach 5 Jahren noch verwenden.

Lagern Sie das Wasserstoffperoxid im Original-Kanister an einem kühlen, vor Frost und Sonneneinstrahlung geschützten Ort. Den Kanister stehend und dicht verschlossen lagern.

Schütten Sie auf keinen Fall entnommene Mengen Wasserstoffperoxid zurück in den Kanister. Es kann bereits bei geringsten Verunreinigungen reagieren.
Das Produkt baut sich selbstständig mit der Zeit ab. Ebenso können Verunreinigungen während des Gebrauchs in die Flaschen gelangen. Wenn der Druck dann nicht entweichen kann, kann das Glasgefäß im schlimmsten Fall platzen. Achtung: Hohe Verletzungsgefahr durch Glasscherben!

Ein Kunststoffkanister z.B. kann sich ausdehnen und so sichtbare Hinweise auf den Gasdruck geben. Wir verwenden spezielle Entgasungsverschlüsse damit der Druck entweichen kann. Ebenso ist ein Kanister auch ausreichend stabil für den Transport.

Falls Sie Glasflaschen benutzen möchten, können sie das machen wenn Sie die Flasche mit einem Korken verschliessen.
Das Wasserstoffperoxid von purux wird in Europa vom grössten Hersteller weltweit ( Evonik ) hergestellt.

Die Abfüllung und der Versand erfolgt bei purux direkt.
Wasserstoffperoxid mit der Bezeichnung ph eur ist "normales" Wasserstoffperoxid das nach einem folgendem Verfahren geprüft und zertifiziert wurde. Da dies aber erhebliche Mehrkosten verursacht verzichten wir bei Purux auf das "Papier".

Pharma Qualität bedeutet nicht das es ein Arzneimittel ist! Auch Wasserstoffperoxid aus der Apotheke ist kein Arzneimittel oder per se in anderer Qualität. Es stammt in der Regel aus den gleichen Mutterlösungen der Industrie.

Die Testung nach ph eur im Detail:

Sauer reagierende Substanzen: 10 ml Substanz werden mit 20 ml Wasser R (rein) und 0,25 ml Methylrot-Lösung R versetzt. Bis zum Farbumschlag müssen mindestens 0,05 ml und darf höchstens 1,0 ml Natriumhydroxid-Lösung verbraucht werden.

Organische Stabilisatoren: höchstens 250 ppm ( purux Wasserstoffperoxid lt Analyse vom 17.12.2018 - 5,39ppm )

20 ml Substanz werden mit 10 ml Chloroform R und anschließend 2-mal mit je 5 ml Chloroform R ausgeschüttet. Die vereinigten Chloroformphasen werden unter vermindertem Druck bei einer 25 °C nicht übersteigenden Temperatur eingedampft. Der im Exsikkator getrocknete Rückstand darf höchstens 5 mg wiegen.

Nicht flüssige Substanzen: höchstens 2 g

10 ml Substanz werden in einem Platintiegel stehen gelassen, bis die Gasentwicklung beendet ist. Die Lösung wird im Wasserbad zur Trockne eingedampft. Der bei 100 bis 105 °C getrocknete Rückstand darf höchstens 20 mg wiegen.
Wir zitieren Hr. Syed Laik Ali vom Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker / Eschborn Immer wieder berichten Apotheken von heftigen Explosionen mit erheblichen Schäden, die von Wasserstoffperoxid-Lösungen in Braunglasflaschen hervorgerufen wurden. Der letzte Bericht datiert aus der 39. Kalenderwoche. Diesmal traf es eine Offizin in Norddeutschland.

Das ZL und die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker haben bereits 1998 auf das Gefahrenpotenzial aufmerksam gemacht. Die Explosionen werden durch einen Überdruck von Sauerstoff verursacht, der durch Zersetzung von Wasserstoffperoxid entsteht. Die Zersetzung wird beschleunigt, wenn verdünnte Wasserstoffperoxid-Lösungen - zum Beispiel 3-prozentig - nicht zusätzlich mit Phosphaten oder Phosphorsäuren stabilisiert sind, Spuren von Schwermetallen oder organische Stoffe aus Leitungswasser oder gereinigtem Wasser enthalten und nicht kühl und vor Licht geschützt gelagert werden.

Die Explosionsgefahr erhöht sich, wenn die Braunglasflaschen Risse haben, oder nicht schwere und druckstabile Glasflaschen verwendet werden und die Stopfen sehr fest auf den Glasflaschen sitzen. Meist fehlt eine Schutzkappe zum Ausgleich des Überdrucks.

Heute werden vorwiegend Leichtglasflaschen verwendet, um Gewicht und Material zu sparen. Diese werden durch eine spezielle Oberflächenvergütung besonders resistent gemacht. Bei der Reinigung in Spülmaschinen und durch intensiven Gebrauch der Gläser leidet jedoch diese Vergütung. Kratzer an der Glasoberfläche erhöhen das Bruchrisiko.

30-prozentige Wasserstoffperoxid-Lösungen werden bereits vom Hersteller meist durch stabilisiert. Eine solche Stablisierung soll gemäß Beschriftungshinweis zur Arzneibuchmonographie von H2O2 im Europäischen Arzneibuch von 1997 angegeben werden. Die frühere DAB-10-Monographie enthielt folgenden Hinweis: "Falls aus konzentrierter Wasserstoffperoxid-Lösung verdünnte Lösungen herzustellen sind, muss die verdünnte Lösung durch Zusatz von Phosphorsäure auf die Acidität der Wasserstoffperoxid-Lösung 3 Prozent eingestellt werden." Dieser Hinweis entfiel in der europäischen Monographie, ist aber indirekt in der Prüfung auf Reinheit "sauer reagierende Verunreinigungen" doch vorhanden. Um heftige Explosionen nach Abgabe von verdünnten Wasserstoffperoxid-Lösungen zu vermeiden, empfehlen wir den Apotheken unbedingt folgendes Vorgehen: Nur frisch destilliertes Wasser für die Verdünnung von konzentrierten Lösungen verwenden. Gereinigtes Wasser könnte Spuren organischer Stoffe enthalten. Die verdünnten Lösungen durch Zusatz von 10-prozentiger Phosphorsäure stabilisieren. Die verdünnten Lösungen in Braunglasflaschen mit Schraubkappe und Überdrucksicherung abfüllen. Die Gefäße sind im Fachhandel erhältlich und Bezugsquellen im NRF aufgeführt. Sicherheitshalber sollten einmal verwendete Braunglasflaschen nicht wieder gebraucht werden. Die Lösungen sollten höchstens bei 15° C gelagert werden. Ferner sollten die Apotheken auf jeden Fall die bereits 1998 erschienene und sehr ausführliche NRF-Monographie "Wasserstoffperoxid 3%" (11.103) zu Rate ziehen. Weiterführende Informationen unter folgendem Link: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/inhalt-44-2001/pharm2-44-2001/
Es handelt sich bei der weißlichen Färbung der Haut um eine ganz normale Reaktion der Haut. Kein Grund zur Besorgnis: Es handelt sich um KEINE Verbrennung/Verätzung. Die weißen Flecken verschwinden nach kurzer Zeit von selbst wieder.

Bei Andrina.de gibt es dazu einen ausführlichen Artikel: Weiße Finger nach Verwendung von Wasserstoffperoxid